08.06.2010 - Jugendamt, Arbeitplus und Arbeitsagentur fördern die Betreuung unter 3-Jähriger
Nach 160 Unterrichtsstunden bei der Katholische Bildungsstätte Bielefeld haben 12 engagierte Frauen ihre Zertifikate als Tagesmutter erhalten. Gefördert wird die bundesweit anerkannte Qualifizierung zur Hälfte durch das Bielefelder Jugendamt. Die anderen 50% übernehmen Arbeitplus bzw. die Arbeitsagentur – je nachdem welche Lohnersatzleistungen die Teilnehmerinnen beziehen. Durch die erfolgreiche Kooperation tragen die Partner ihren Teil zum Aufbau eines bedarfsgerechten und qualitätsorientierten Betreuungsangebotes für bundesweit durchschnittlich 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren bei, der 2008 durch Bund, Ländern und Kommunen bis zum Jahr 2013 beschlossen wurde.
Durch die Zusammenarbeit ergibt sich für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Tagesmütter gibt es in Bielefeld viel zu wenig, weshalb das Jugendamt nach geeigneten Anbieterinnen sucht. Für die Zulassung gelten strenge Anforderungen, die bundesweiten Standards des Deutschen Jugend-institutes vorgeben. Das Qualifizierungsangebot umfasst u. a. die Bereiche Pädagogik, Psychologie, Kommunikation, Gesundheit, Recht und Organisation.
Arbeitplus und Arbeitsagentur bieten ihren Kundinnen durch die nachgefragte Qualifikation die Chance zu einer nachhaltigen Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt, weshalb weitere Kurse geplant sind bzw. auch schon stattfinden. Und die Teilnehmerinnen schließlich können nun als selbstän-dige Tagesmütter tätig werden.
Das Projekt folgt damit den beschäftigungspolitischen Zielvorgaben der Eu-ropäischen Union und wird zum Teil aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Diese Förderung, die das Bielefelder Jugendamt beantragt hat, ist möglich, da die Katholische Bildungsstätte als einer von zwei Bielefelder Trägern ein Gütesiegel vom Landesjugendamt Westfalen-Lippe erhalten hat.
